Colt Data Centre Services (Colt DCS), ein weltweit führender Anbieter von KI-, Hyperscale- und Großunternehmens-Rechenzentren, hat die Genehmigung des Hillingdon Council für die Erweiterung seines Hayes Digital Park Campus in Westlondon erhalten. Geplant sind drei neue Hyperscale-Rechenzentren und ein Innovationszentrum. Die Investition in Höhe von 2,5 Milliarden Pfund Sterling stärkt die digitale Infrastruktur Großbritanniens, unterstützt die Strategie der Regierung für moderne Industrie und trägt zum Wachstum der KI-Wirtschaft des Landes bei.
Die drei neuen Hyperscale-Rechenzentren London 6, 7 und 8 werden zu 100 % mit erneuerbarer Energie betrieben. Die Stromversorgung erfolgt über einen Stromabnahmevertrag (PPA). Die Stromlieferverträge mit National Grid wurden bereits abgeschlossen, und die Hochspannungsversorgung soll bis Oktober 2027 erfolgen. Durch die Erweiterung erhöht sich die verfügbare IT-Leistung im Hayes Digital Park um zusätzliche 97 MW auf insgesamt 160 MW. Der Baubeginn ist für Mitte 2026 geplant, die Inbetriebnahme des ersten Rechenzentrums (London 6) für Anfang 2029. Nach der Inbetriebnahme werden die neuen Anlagen über 500 dauerhafte Arbeitsplätze schaffen und im Rahmen eines zehnjährigen Bauprogramms mehr als 50 technische Auszubildende schulen.
Zusätzlich zu den Rechenzentren wird Colt DCS in Partnerschaft mit der Brunel University ein Innovationszentrum entwickeln, das als Treffpunkt und Inkubator für digitale Start-ups dienen soll. Das Zentrum fördert die wirtschaftliche Synergie durch die räumliche Nähe von Unternehmen aus der Leichtindustrie und der digitalen Innovation und schafft so Möglichkeiten für Zusammenarbeit, Forschung und Kompetenzentwicklung in einem kostengünstigen Arbeitsumfeld. Studierende der Brunel University werden dazu angeregt, das Zentrum zu nutzen, um unternehmerische Projekte und technologieorientierte Vorhaben zur Unterstützung der digitalen Wirtschaft zu entwickeln.
AECOM wurde mit der Entwicklung der Entwürfe für das Innovationszentrum beauftragt. Die Einrichtung soll als Zentrum für Innovation und gesellschaftliches Engagement dienen und flexible Flächen für zukünftige industrielle Nutzungen bieten, im Einklang mit der Planungspolitik für strategische Industriegebiete. Darüber hinaus wird sie einen sozialen Mehrwert schaffen, indem sie lokale Veranstaltungen zu den Themen Kultur, Kulinarik, Film, Musik und Literatur ausrichtet.
Das neue Projekt umfasst auch ein Fernwärmenetz, das die Abwärme der Rechenzentren nutzt, um lokale Unternehmen, Gemeinden und Wohngebäude zu versorgen. Laut Baugenehmigung dürfen Notstromaggregate maximal 15 Stunden pro Jahr betrieben werden; die Rechenzentren werden direkt vom nationalen Stromnetz versorgt.

